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Die effiziente und umweltschonende Erzeugung von Elektroenergie und Wärme
gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mini-BHKW zur dezentralen Hausenergieversorgung
gelten als Paradebeispiel einer effizienten
Energieerzeugung. Ein beachtliches Ergebnis der Technologieentwicklung
konnte das erdgasbetriebene
Brennstoffzellen-Mini-BHKW inhouse5000 erzielen,
welche vor allem durch das Know-how von Unternehmen
in Sachsen realisiert wurde. Die DBI Gas- und
Umwelttechnik GmbH entwickelt Komponenten (Brenner,
Fuel-Prozessor), realisiert die Einbindung in
Heizungssysteme und führt sicherheitstechnische Analysen
durch.
Die inhouse5000 – eine erdgasbetriebene
PEM-Brennstoffzellenanlage – wurde für die stationäre
Energieversorgung von Gebäuden konzipiert. Der
zum Betrieb einer Brennstoffzelle notwendige
Wasserstoff wird dabei mittels Dampfreformierung
aus Erdgas produziert. Für den Dampfreformer
wurde ein Brenner entwickelt, welcher zur Beheizung
der Anlage sowohl mit Erdgas als auch mit dem im
Brennstoffzellenbetrieb anfallenden Restgas der
Brennstoffzelle betrieben werden kann.
Die inhouse5000 wird bei unterschiedlichen Lastzuständen
im Dauerbetrieb gefahren, um das Regelverhalten
und die Langzeitstabilität der Anlagenkomponenten
bestimmen zu können.
Die Ziele der gegenwärtig laufenden Forschungsaufgaben
beim DBI und seinen Partnern resultieren
im Wesentlichen aus den Erfahrungen beim Betrieb
der bisher betriebenen Anlagen und lassen sich in
folgende Bereiche einteilen:
- Weiterentwicklung von Komponenten,
- Optimierung der System- und Verbindungstechnik,
- Optimierung des Anlagenbetriebes,
- Erhöhung des elektrischen und thermischen Wirkungsgrades,
- Verringerung des Materialaufwandes (Baugröße und Gewicht),
- Senkung der Anlagenkosten.
Das Tochterunternehmen, die DBI – Gastechnologisches
Institut gGmbH Freiberg, entwickelte ein
Konzept zur Einbindung der Mini-BHKW-Anlagen in
existierende Heizungsanlagen und setzt dieses
erfolgreich um. Bestandteile dieses Konzeptes sind
auch die Erfassung, Speicherung und Auswertung
aller Messgrößen, welche zur Bilanzierung der
Anlage notwendig sind. Mittels Datenfernübertragung
werden die Geräte von einer zentralen Leitstelle
online überwacht und die Anlagendaten zur
Auswertung und Archivierung gespeichert. Im Ergebnis
werden Kenndaten wie z. B. der elektrische,
thermische und Gesamtwirkungsgrad sowie die Verfügbarkeit
ermittelt. Damit können unterschiedliche
Anlagentypen nach energetischen, ökologischen als
auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet
und Systemvergleiche durchgeführt werden.
Eine Besonderheit im DBI – Gastechnologisches
Institut gGmbH Freiberg ist das unabhängige
DVGW-Prüflaboratorium Energie, welches die Zertifizierung
aller gastechnischen Anlagen realisiert.
Daher können auch Brennstoffzellen-Mini-BHKW
u. a. auf Grundlage der DIN EN 50465 im Institut
geprüft werden. Weiterführende Untersuchungen
von Einzelkomponenten oder auch von kompletten
Mini-BHKW-Anlagen im Temperaturbereich von -30
bis +80 °C können in der Klimazelle vor Ort durchgeführt
werden. Neben diesen Geräteprüfungen
werden ebenso die verwendeten Einzelkomponenten
getestet und das Sicherheitskonzept beurteilt.
Derzeit wird im Rahmen eines Forschungsprogramms
ein zweijähriger Feldtest vorbereitet, in
welchem zwölf inhouse5000-Anlagen an verschiedenen
Standorten installiert und unter realen
Bedingungen beim Endanwender betrieben werden.
Mit diesem Demonstrationsprojekt sollen die vorhandene
Brennstoffzellentechnologie validiert und
existierende Marktbarrieren für den kommerziellen
Einsatz identifiziert werden. Die DBI Gas- und Umwelttechnik
GmbH wird im Rahmen dieses Feldtests
die inhouse5000-Anlagen an verschiedenen Standorten
installieren sowie das Monitoring und die
Datenauswertung realisieren.
Veröffentlichung :
- Dr. Hartmut Krause :
- "Die Hausenergieversorgung der Zukunft"
inhouse5000 – Einsatz eines Mini-BHKW
Dresdner Transferbrief 2.09
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