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Von Wirtschaft und Politik wird heute die
Brennstoffzelle als eine viel versprechende Technologie
zur Sicherung der zukünftigen Energieversorgung
angesehen. Das zeigt sich auch im „Nationalen
Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“
(NIP), das verschiedene Bundesministerien
gemeinsam formulierten.
Im Rahmen des NIP wird die Riesaer Brennstoffzellentechnik
GmbH gemeinsam mit ihren Entwicklungspartnern
in diesem Jahr mit mehreren Anlagen
vom Typ inhouse5000 in den Feldtest starten.
Die inhouse5000 ist ein modular aufgebautes
Brennstoffzellen-Heizgerät mit einer elektrischen
Leistung von 1,5 bis 5 kW bei einer thermischen
Leistung von 3 bis 10 kW. Das Herzstück des Gerätes
ist die Membran-Brennstoffzelle (Abb. 1), die
von der Berliner Firma inhouse engineering GmbH
entwickelt und gefertigt wird. Diese Niedertemperatur-
PEM-Brennstoffzelle benötigt ein wasserstoffreiches
Gas sowie Luftsauerstoff und wandelt die bei
der chemischen Reaktion frei werdende Energie sehr
effizient in Strom und Wärme um.
Da bisher noch keine Wasserstoffverteilung existiert,
muss der für die PEM-Brennstoffzelle benötigte
Wasserstoff zunächst noch aus anderen Energieträgern
gewonnen werden. Das Reformer-Modul,
das von der RBZ GmbH gefertigt wird, erzeugt den
benötigten Wasserstoff mittels Dampfreformierung
aus Erdgas oder Biogas. Bei diesem Verfahren wird
das im Gas enthaltene Methan mit Wasserdampf
sehr effizient in ein Brenngas umgewandelt, das bis
zu 75 Vol% Wasserstoff enthält und für den Betrieb
einer PEM-Brennstoffzelle sehr gut geeignet ist.
Das Brennstoffzellen-Heizgerät wird bei der RBZ
GmbH aus den Einzelmodulen zusammengebaut
und mit der Steuerung und dem Wechselrichter
komplettiert. Die Gesamtanlage ist in einem ansprechenden
Gehäuse mit den Abmessungen 0,7 x 1,0 x
1,5 m untergebracht (Abb. 2).
Mit der elektrischen Leistung von 5 kW eignet sich
die inhouse5000 für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern,
Gewerbebetrieben, öffentlichen Gebäuden
oder Hotels. Durch Energieerzeugung direkt vor Ort
werden Leitungsverluste vermieden und die Energieeffizienz
erheblich gesteigert. Dadurch können
selbst bei der Wasserstofferzeugung aus Erdgas
Primärenergieträger eingespart und der CO2-Ausstoß
um bis zu 30 % gegenüber konventioneller
Energieversorgung gesenkt werden. Außerdem hat
die Brennstoffzelle auch im Teillastbereich einen
hohen elektrischen Wirkungsgrad und arbeitet effizienter
als konventionelle Blockheizkraftwerke.
Kriterien für eine erfolgreiche Markteinführung der
Brennstoffzellentechnologie sind Lebensdauer, Zuverlässigkeit
und natürlich der Preis. Insbesondere
das Kostenziel von ca. 4.000 Euro pro kW elektrischer
Anlagenleistung wird von den Feldtestanlagen
bisher noch nicht erreicht. Durch intensive
Entwicklungsarbeit sollen diese Ziele schneller erlangt
werden. Zu diesem Zweck wurde u. a. das
NEMO-Netzwerk „Zulieferverbund für PEM-Brennstoffzellen
ZUBRA+“ initiiert, in das sich innovative
Firmen und Institute, insbesondere aus Ostdeutschland,
mit ihrem speziellen Know-how einbringen.
Mit der erfolgreichen Optimierung der Anlagen,
der Sensibilisierung der Zulieferindustrie und den
umfangreichen Feldtests mit Brennstoffzellenanlagen
wird der Beginn der Markteinführung für
2013 prognostiziert.
Veröffentlichung :
- Dr.-Ing. Katrin Grosser :
- "Die Hausenergieversorgung der Zukunft"
PEM-Brennstoffzellen-Heizgerät inhouse5000 tritt in den Feldtest ein
Dresdner Transferbrief 2.09
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